Firethemilkman

Ethical Clothing brand for the welfare of animals.

 

Zeitloses Design, nachhaltige Materialien und faire Produktion. Die Unternehmensphilosophie des Modelabels firethemilkman legt den Fokus auf die Bekämpfung der Tierausbeutung in der heutigen Gesellschaft. Durch die verschiedenen Print Motive werden die unterschiedlichen Bereiche, in denen Tiere vom Menschen misshandelt werden, visuell dargestellt. Dabei wurde durchweg auf die Verwendung ausschließlich veganer Materialien sowie den Aspekt der Nachhaltigkeit geachtet.

 


„Sie wurden geschlagen, gequält, gegessen als Versuchstiere misshandelt, in den Krieg geschickt, krank gefüttert, krank gezüchtet und als Waffe oder als Schoßtier gebraucht und missbraucht. Sie sind Opfer unserer  selbstsüchtigen, machiavellischen Intelligenz. Wie überhaupt alle Tiere, die wir zu Haus- und Nutztieren gemacht haben, die sich dazu machen ließen, sich in unsere Obhut begaben und sich dabei veränderten, dabei verändert wurden.“(Schwinn 2017: 10)


Im heutigen Gesellschaftssystem scheinen Tiere einen geringeren (Stellen-)Wert zu genießen als je zuvor. Die passende Bezeichnung Speziezismus, beschreibt hierbei die Degradierung oder gar Misshandlung eines Individuums aufgrund seiner Rassezugehörigkeit. Vertreter dieses Prinzips sind der Ansicht, dass alle Arten der des Homo sapiens unterlegen sind. Dabei wird dem Leiden und der Behandlung eines Lebewesens anderer Art weniger Achtung entgegengebracht als dem Menschen. In dem Dokumentarfilm „Earthlings“ werden fünf  Bereiche inklusive Untergliederung genannt, in denen unsere Spezies für das Leid von Tieren verantwortlich ist: Pets, Food, Clothes, Entertainment und Science. Diese Unterteilung dient als Vorlage für die in dieser Arbeit diskutierten Abschnitte der Tierausnutzung.

 

  • Qualzucht
  • Vergnügungsindustrie
  • Nahrungsmittelindustrie
  • Überfischung
  • (Massen-)Tierhaltung
  • Wissenschaft und Forschung
  • Textil- und Lederindustrie

 

Das Thema Tieraktivismus in Kunst und Design ist so umfangreich, wie der Kreis klein ist, der sich damit auseinandersetzt. Die in der Bekleidung existierende Auseinandersetzung mit dem Thema Tieraktivismus beläuft sich weitestgehend auf typografischer und karikativer Natur. Da diese Art der Statement Shirts allerdings selten Raum für eigene Gedankengängen und Überlegungen lassen und hauptsächlich von sowieso schon engagierten Bürgern getragen werden, sollen die sieben im Rahmen dieser Arbeit entstandenen Linolschnitte bewusst kein Mitleid gegenüber der Tiere kreieren. Im Vordergrund stehen Ästhetik, Aktionismus und Aufklärung. Die Bündelung dieser drei elementaren Punkte resultiert in Illustrationen, die provokativ genug sind, um die Problematik und Absurdität der jeweiligen Tierausbeutungsbranche auszudrücken aber gleichzeitig offensiv und abstrakt genug, um die Illustration ebenso als eigenständiges ästhetisches Kunstwerk zu sehen. Der Markenname firethemilkman, zu deutsch „Feuer den Milchmann!“ ist symbolisch eine Aufforderung zum Ausstieg aus der Tier(aus)nutzung. Da die Milchversorgung heutzutage von jedem Bürger eigenständig gedeckt wird, ist der Beruf des Milchmannes nahezu ausgestorben. Die Aufforderung den Milchmann zu feuern, ist in diesem Fall also eine direkte Aufforderung an den einzelnen Bürger, Milchprodukte vom Einkaufszettel zu streichen; als ersten Schritt Richtung Ende der Tierausbeutung.

Die Verwendung von GOTS und Fairtrade zertifizierten T-Shirts ist eine Selbstverständlichkeit, um auch durch das Material der Ausbeutung von Tier und Mensch entgegengewirkt. Die Wahl der analogen Drucktechnik fiel auf Linoleum. Die Zusammensetzung der Druckplatten besteht aus rein natürlichen, nicht-tierischen Materialien (Leinöl, Naturharze, Kork- oder Holzmehl, Kalksteinpulver und Jutegewebe). Die verwendeten Druckfarben sind ebenfalls vegan.

 

Bei der Herstellung der Labels wurden unter anderem Recyclingpapiere und Kartonagen als Trägermaterial, als auch sogenanntes SnapPap, auch veganes Leder genannt, eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein Papier-Kunststoff-Gemisch aus Zellulose und Latex. Es ist 100 % vegan und weder umwelt- noch gesundheitsschädlich in Deutschland hergestellt.
Die als Verpackung gewählten Milchflaschen unterstützen das nachhaltige Image der Kampagne und schafft ein interessantes, abstraktes Erscheinungsbild. Eine Milchflasche erfüllt im Bezug auf Haptik, Form, Größe, Material und Verschlusstechnik alle Voraussetzungen für eine optimale Verpackung. Da die Flasche auf beliebige Weise wiederverwendbar (Trinkflasche, Blumenvase, Kerzenhalter) ist, wird so keinerlei Verpackungsmüll produziert.

 

Das wesentliche Ziel, die Ignoranz unserer Art gegenüber dem Leid anderer Arten zu beseitigen, wurde im Rahmen dieses Projektes bewerkstelligt, da die entstandenen Print T-Shirts als mobile Informationsträger eine optimale Plattform darstellen, um die essentiellen Informationen wortwörtlich in die Öffentlichkeit zu tragen. Dabei kann durch die hohe Ästhetik und Abstraktion das Modelabel auch von (noch) nicht Tierschützern getragen werden. Da diese gewollte Abstraktion der T-Shirt Drucke eine Unterstützung benötigt, um den vollen Umfang der Bildsprache zu begreifen, werden erzählerische Kurzgeschichten zum Verständnis der Thematik am Saum der T-Shirts befestigt. Diese können so abgeschnitten werden, dass nur die Bezeichnung des Prints am Kleidungsstück haften bleibt.

 

Durch die angenehme Haptik und Hochwertigkeit der abgetrennten Geschichten, können diese als Lesezeichen, Sammelstück oder an Freunde weitergereicht werden. Um Konsumenten aber auch die Möglichkeit zu geben, durch den Erwerb der angebotenen Bekleidung direkt etwas zu bewirken, wird ein Teil der Einnahmen an einen Lebenshof gespendet. Aber nicht nur die Tiere profitieren von einer globalen veganen Ernährung, sondern auch die Umwelt und die Menschheit. Entgegen dem Argument, das Elend der Menschen sei weitaus dringlicher als das der Tiere, bekämpft Veganismus nicht nur den Welthunger, sondern treibt auch den Umweltschutz voran. Eine pflanzenbasierte Ernährung würde den ökologischen Fußabdruck um 50 % verkleinern.



QUALZUCHT

Die Verschlungenheit des immer länger und kurzbeiniger gezüchteten Dackels soll in erster Linie stellvertretend für alle Zuchttiere infrage stellen, wie weit die Züchter ihr 'Hobby' noch vorantreiben, bevor der Punkt erreicht ist, an dem die Tiere, wie der hier dargestellte Dackel, nicht mehr lebensfähig sind.

 

 

 

 



VERGNÜGUNGSINDUSTRIE
Der zum Thema Vergnügungsindustrie entstandene Linolschnitt zeigt einen auf seiner eigenen Gefängniskugel balancierenden Elefanten. Es spiegelt den direkten Zusammenhang zwischen der Gefangenschaft der Tiere und den ihnen aufgezwungenen Kunsstücken wider.

 

 




NAHRUNGSMITTELINDUSTRIE
Eine Kuh anstelle der von ihr produzierten, zu Eis weiterverarbeiteten Milch. Mit dieser Illustration wird der direkte Bezug eines Nahrungsmittels, das wir essen, zu dem Tier, von dem es stammt, hergestellt. Menschen verlieren oder verdrängen oft den Bezug vom Ursprung zu einem Stück Fleisch oder einem Glas Milch. Würde sie jedes Mal eine Kuh, ähnlich diesem Druck anblicken, und die Tiere in der Nahrungsmittelindustrie präsenter sein, würde der Konsum von Tierprodukten mehr überdacht werden.

 




ÜBERFISCHUNG
Die Überfischung der Meere und Grausamkeit der Fischerei wird symbolisch durch das hier nicht ganz halb volle Glas dargestellt. Dabei steht das Glas für die Ganzheit unserer Ozeane. Der Strohhalm veranschaulicht die Verantwortlichkeit der Menschen für den überdimensionalen Fischfang und die Problematik, dass diese sich weiter aus dem zusehend leerer werdenden Bestand der Tiere bedienen. Sie merken dabei nicht, dass das Glas schon lange nicht mehr halb voll ist und ein Umdenken dringend erforderlich ist.

 

 




(MASSEN-) TIERHALTUNG
In der Massentierhaltung und bei Tiertransporten herrscht oft Gedränge und Platzmangel, sodass sich Tiere gegenseitig erdrücken. Die Problematik wird in dieser Illustration etwas überspitzt dargestellt, indem vier Schweine, bei denen sich eines schon im Fall befindet, zur Platzersparnis direkt übereinander gestapelt werden.

 

 

 

 



WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
Bei diesem Linolschnitt wird das Problem der Tierversuche speziell in der Tabakindustrie deutlich gemacht. Die Tiere werden dem Rauch von Zigaretten ausgesetzt, um Folgeerscheinungen des Konsums zu erforschen. Normalerweise findet die Zuführung des Rauchs durch angelegte Schläuche und Inhalationsapparaturen statt. Die direkte Darstellung eines Affen mit einer Zigarette in der Hand soll jedoch die Kuriosität und Unnatürlichkeit des Gezeigten visualisieren.

 

 

 

 


TEXTIL- UND LEDERINDUSTRIE
Zwei Kinderbeine, die bis zum Knöchel in einer Flüssigkeit stehen. Diese Abbildung zeigt ausnahmsweise den Menschen und nicht das Tier. Das liegt daran, dass speziell in der hier angesprochenen Lederindustrie neben Tieren auch der Mensch ausgebeutet wird. Dieser Linolschnitt zeigt Kinderfüße, die in den, für die Gerberei nötigen giftigen Chemikalien, stehen. Dieses Motiv soll zeigen, dass auch dem Menschen durch die Tierausbeutung geschadet wird und er langfristig so nicht überleben wird.


Social Media

Hallo ihr Lieben,

 

herzlich willkommen auf MMANUFAKTURIm Vordergrund meiner Arbeiten stehen Ästhetik, Aktionismus und Aufklärung. Provokativ genug, um die jeweils angesprochene Problematik oder Information zu vermitteln aber gleichzeitig abstrakt genug, um ebenso als eigenständiges Kunstwerk zu stehen. Sanft und geduldig oder ungezähmt und intensiv. Meine Reise hat gerade erst begonnen und ich wünsche mir, dass meine Kunst euch mitnimmt – voller Emotionen, Frieden und Respekt.